Alte Landmaschinen verstauben ungenutzt in Scheunen und Hinterhöfen - ein Stück Kultur droht in Vergessenheit zu geraten. Doch handelt es sich bei ihnen um mehr als nur Relikte vergangener Zeiten; die schlichte, ehrliche, zweckorientierte Mechanik fasziniert Technikbegeisterte heute wie früher. Und so haben wir es uns zur Aufgabe gemacht den Maschinen neues Leben einzuhauchen, sie mit Liebe zum Detail zu restaurieren und in ihrem einstigen Glanze erstrahlen zu lassen. Damit bringen wir ein Stück hießiger Geschichte zurück auf die Straßen, und in die Herzen der Menschen.

Nachruf     
"Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen"  Albert Schweizer

Wir trauern um unser Gründungsmitglied und jahrelangem Vereinsvorstand Albert Pfender

Du bist zu früh und zu plötzlich von uns geschieden,
Doch deine Herzlichkeit wird uns in Erinnerung bleiben.
Dein Lachen, deine Art werden schmerzlich vermisst werden.
Dein Hobby war deine Leidenschaft,
Doch nicht das einzige das uns verband.

In ewiger Erinnerung
Deine Bulldog und Schlepperfreunde Kisslegg e.V.

Wie alles begann

Die ersten Begegnungen der einstigen Urheber der Kisslegger Schlepperszene waren Mitte der achtziger Jahre in der Firma des heutigen Vorsitzenden Albert Pfender. Da war ein Arnd Heidecke, der einen Kettenschutz für seinen Kramer bearbeiten ließ. Oder Anton Wespel, der für seinen Lanz-Bulldog ein paar Getriebeteile brauchte. Bis zum ersten Oldtimertreffen 1989 in Kisslegg war es noch relativ ruhig um die Bulldogs und Traktoren. Es fanden lediglich gelegentliche Ausfahrten der einzelnen Schlepperbesitzer statt.

Bei diesem ersten Oldtimertreffen, vom Verkehrs- und Gewerbeverein organisiert und eigentlich nur für Autos geplant, waren trotzdem einige Bulldogs und Traktoren vertreten. Man fachsimpelte und redete, war begeistert von der Anzahl und Vielfalt der anwesenden Ausstellungsstücke und beschloss die eine oder andere Ausfahrt doch gemeinsam durchzuführen. Bei einigen ist dann diese berüchtigte Krankheit ausgebrochen, bei der kein Arzt der Welt mehr helfen konnte.

Da die Zahl der Interessenten immer mehr zunahm, beschlossen wir die recht lose Vereinigung in geregelte Bahnen zu lenken und gründeten eine Interessengemeinschaft mit vereinsähnlichen Strukturen. Diese wurde auf den Namen MSM Bulldog- und Schlepperfreunde Kißlegg getauft.

 

Das Vereinslogo wurde von einem befreundeten Drucker entworfen, der auch gleich die ersten Aufkleber druckte. Ausgestattet mit Overalls der gleichen Farbe, dem Logo auf dem Rücken und dem einen oder anderen Aufnäher seiner Lieblingsmarke auf der stolz geschwellten Brust wurden Oldtimertreffen besucht. Erst in der näheren Umgebung, um dann die Kreise immer größer zu ziehen. Man lernte mehr und mehr gleichgesinnte Enthusiasten kennen und besuchte diese dann auch. So sind viele Freundschaften entstanden, die heute noch intensiv gepflegt werden.

Da die Overalls doch relativ unbequem und unpraktisch waren wurden sie durch gelbe T-Shirts und schwarze Westen ersetzt.

1997 hat Albert Pfender seinen Oldtimerschuppen samt Bulldogstüble mit tatkräftiger Unterstützung der Bulldog- und Schlepperfreude errichtet. Von dieser Zeit an gibt es auch den regelmäßigen Stammtisch, anfangs immer am ersten Freitag im Monat, mittlerweile alle zwei Monate. Besucher sind natürlich jederzeit herzlich wilkommen.

Dem Kisslegger Oldtimertreffen sind wir einige Jahre ferngeblieben, da unerwünscht mit dem Argument „Die Karren machen Krach, rauchen und stinken nur und verlieren Öl“.

 

Als der Zulauf mehr und mehr abnahm kam die Einigung mit dem damaligen Veranstalter. Das erste Treffen mit unserer Mitwirkung fand 1999 statt. Zweigeteilt, Autos auf der Straße, und wir mit den Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten erstmals im Schlosspark. Und damit sich der Aufwand lohnte, gleich drei Tage, mit Bierzelt und Musik, denn die Treffen bisher fanden immer nur sonntags statt. Von nun an wurde vom jährlichen Rhythmus auf einen Zweijahresrhythmus umgestellt. Sieben solche Treffen haben wir seit 2001 federführend veranstaltet, wobei der Bekanntheitsgrad stetig wuchs und die Treffen von Mal zu Mal größer wurden.

Seit 2010 sind wir im Vereinsregister eingetragen und sind als einer der ersten Vereine Mitglied im damals neugegründeten Bundesverband historische Landtechnik Deutschland, kurz BHLD.

Unser Ziel ist die Erhaltung und Pflege von historischen Maschinen und Geräten, sowie deren Wirkungsweise zu erforschen und diese einer breiten Öffentlichkeit durch Ausstellungen und Vorführungen zugänglich zu machen. Hiermit soll auf den Erfinder- und Pioniergeist früherer Generationen hingewiesen und das Interesse, insbesondere der Jugend, an Brauchtum, Technik- und Sozialgeschichte geweckt und gefördert werden.

 

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Vorstand Mario Pfender, Jörg Sonntag, Ursula Mohr
Der Verein besteht zur Zeit aus 28 Mitgliedern.